Gekoppelte Produktion von
Kraft und Wärme aus Bio-, Klär- und Deponiegas in kleinen, dezentralen
Stirlingmotor-Blockheizkraftwerken
Projektträger:
Forschungszentrum Karlsruhe
Projektträger des Landes
Baden-Württemberg
BWPLUS Programm Lebensgrundlage Umwelt und ihre Sicherung
Projektpartner:
·
Hochschule
Reutlingen (Projektleitung)
·
Universität
Hohenheim
·
Zentrum
für Sonnenenergie- und Wasserstoff-Forschung (ZSW) Stuttgart
Projektlaufzeit:
1.10.2005 – 30.11.2008
Kurzbeschreibung:
Eine verstärkte Nutzung erneuerbarer
Energien in Form von Bio-, Klär- und Deponiegasen (schwach kalorische
Gase) in Kraft-Wärme-Kopplung bedingt sowohl einen Energiewandler, der gut auf die
speziellen Anforderungen der Verbrennung dieser Gase zugeschnitten ist als auch
eine dezentrale Erzeugungsstruktur, um die Wärmenutzung ohne den Aufbau
zusätzlicher Nahwärmenetze zu ermöglichen. Beiden Anforderungen wird derzeit
der Stirlingmotor gerecht, der die schwach kalorischen
Gase schadstoffarm, effizient und stabil verbrennen kann, aufgrund der äußeren
Verbrennung unanfällig gegen Verschmutzung und damit wartungsarm ist und auch
in sehr kleinen Einheiten eine ansprechende Leistungsfähigkeit besitzt. Zur
Verifizierung dieser Technologie ist der Betrieb von Stirlingmotor BHKW Modulen
mit Bio- und Klärgasen im Rahmen des Vorhabens an verschiedenen Standorten im
Feld wissenschaftlich begleitet worden. In Zusammenarbeit mit dem Institut für ZunkunftsEnergieSysteme (IZES) Saarbrücken konnte zusätzlich
an einer Anlage die Nutzung von Grubengas als Brennstoff für Stirlingmotor BHKW’s im Rahmen des Projektes untersucht werden. Im Laufe
des Projektes erfolgte die thematische Erweiterung auf Mikrogasturbinen, und es
sind zusätzlich Ergebnisse einer entsprechenden Anlage im Betrieb mit Biogas vorhanden.
Die Ergebnisse in Form von
Leistungsdaten und Schadstoffemissionen sowie die allgemeinen Betriebserfahrungen sollten dazu dienen, eventuell
vorhandene technische Defizite aufzudecken. Parallel erfolgten
Potenzialabschätzungen und Wirtschaftlichkeitsbetrachtungen, die auch die
Anwendung zur Verwertung von Deponiegasen einschließen, so dass am Ende des
Vorhabens die Technologie auf der Basis von Daten und Erkenntnissen aus dem
Feld fundiert beurteilt werden konnte.
Anlagenstandorte:
·
Kläranlage
Rosenfeld (Stirlingmotor-BHKW)
·
Biogasanlage
„Erlacher Höhe“ (2 Stirlingmotor-BHKW)
·
Biogasanlage
Kupferzell (2 Mikrogasturbinen)
·
Grubengasbetrieb,
IZES, Saarbrücken (Stirlingmotor-BHKW)
Abschlussbericht:
Der Abschlussbericht
des Forschungsvorhabens steht auf der Internetseite des Projektträgers zur Verfügung.